Tai Chi Chuan
ist eine traditionelle chinesische Methode der physischen und mentalen Schulung und
entstammt den Selbstvertei- digungskünsten. Die Bewegungsformen bzw. –abläufe des Tai Chi Chuan sind
festgelegt und werden aus verschiedenen vorgegebenen Sequenzen wie eine Art Choreographie zusammengefügt.
Sie werden von einer imaginären Vorstellungskraft geführt und von einer ruhigen, natürlichen,
gleichmäßigen und tiefen Atmung begleitet. Auf den Übenden wirken die fließenden, weichen, runden und
harmonischen Bewegungen zugleich entspannend, beruhigend und erfrischend.
Eine der am weitesten verbreiteten Stilrichtungen des Tai Chi Chuan ist der Yang-Stil. Die geschichtlichen
Entwicklung dieses Stils wurde im 19. Jahrhundert von dem Chinesen Yang Lu Chang begründet. In ihm sind
die drei Hauptaspekte des Tai Chi Chuan Gesundheit, Selbstverteidigung und Meditation in harmonischer Art
miteinander verbunden.
Unterrichtet werden die 38er Kurzform nach Cheng Man-Ch’ing, die 85er traditionelle Langform, Yang-Stil
Säbel und Schwert, sowie Regenbogen-Fächerform und 42er Tai Chi-Fächerform.
Qi Gong
[übersetzt: Arbeit (Gong) mit Lebens-Energie (Qi)] ist eine sehr alte chinesische Methode zur
Vorbeugung und Rehabilitation von Krankheiten. Der Übende versucht das Qi in seinem Körper zu spüren und
es entsprechend durch diesen zu leiten. Dies geschieht im wesentlichen durch drei Faktoren: 1. eine
spezielle Atemführung, 2. bestimmte Bewegungen, Körperhaltungen und Massageübungen, 3. meditative
Konzentration und autosuggestive Vorstellung. Eine längere Übungspraxis sowohl des Tai Chi Chuan als auch
des Qi Gong führt zu einer Grundgelassenheit, die die Stressbewältigung im Alltag verbessert. Kreislauf
und Durchblutung werden angeregt, Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke werden schonend aktiviert.
Krankheiten wie Asthma bronchiale, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Streß-Syndrom,
Schlafstörungen u.a. werden langfristig positiv beeinflusst.
Beide Übungssysteme können bis ins hohe Alter praktiziert werden.
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