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Heilpraktiker D. Berendes
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Graebestraße 6a
33790 Halle/Westf
Tel.: 05201-857901
Fax: 05201-857902
e-mail: info@heilpraktiker-berendes.de
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Gesunderhaltung durch fernöstliche Bewegungsübungen
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Der kulturelle Einfluß Ostasiens gewinnt in unserer westlichen Welt zunehmend an Bedeutung.
Damit einhergehend auch medizinische Therapiemethoden, die bis vor kurzem bei uns völlig
unbekannt waren. Ayurveda aus Indien, Shiatsu aus Japan und der große Bereich der
traditionellen chinesischen Medizin. Besonders das aktive Vorbeugen von Krankheiten steht
hier im Vordergrund. So sind uns allen die Bilder von hunderten von Menschen bekannt, ob
jung oder alt, die morgens in den Großstädten Chinas im Park oder auch vor den Werkstoren
der Fabriken ihren Bewegungsübungen nachgehen. Sehr häufig sind dies Bewegungen des Tai Chi
Chuans oder des Qi Gong.
Was sind dieses für Übungssysteme und was bewirken sie?
Nun, Qi Gong (sprich:Tschi Gung) ist eine aus China kommende Methode zum Erhalt und Erzielung
eines gesunden Lebens. Sie beruht auf uraltem Wissen. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der
traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Im Gegensatz zur Akupunktur oder
Arzneimitteltherapie der TCM erfordern die diversen Qi Gong Techniken keine äußere Anwendung
von Nadeln oder Moxa durch einen Therapeuten oder die Einnahme von Medikamenten. Der Übende
versucht vielmehr selbst, das Qi, die sogenannte Lebensenergie in seinem Körper zu spüren und
es entsprechend durch diesen zu leiten. Dies geschieht im wesentlichen durch drei Faktoren:
1. durch eine spezielle Atemführung, 2. durch bestimmte Bewegungen, Körperhaltungen und
Massageübungen, 3. durch meditative Konzentration und autosuggestive Vorstellung. Diese drei
Hauptkomponenten des Qi Gong ermöglichen es dem Übenden, das Qi, also die Energie, in seinem
Körper zu leiten, Blockaden im Qi-Fluß zu beseitigen und auf diese Weise Krankheiten
vorzubeugen oder sie zu behandeln. Qi Gong hat vielfältige psychosomatische Wirkungen.
Unzweifelhaft wirkt es beruhigend und entspannend. Eine längere Übungspraxis führt zu einer
Grundgelassenheit, die die Stressbewältigung im Alltag verbessert. Qi Gong regt den Kreislauf
und die Durchblutung an, chronische Kälte in Händen und Füßen verschwindet, Blutdruckwerte –
sowohl niedrige, als auch erhöhte – nähern sich der Norm. Regelmäßiges Qi Gong Üben führt zu
einer Stabilisierung des Immunsystems, chronische Infektanfälligkeit kann gebessert werden.
Der günstige Einfluß auf die Atmung wird vom Übenden meist deutlich wahrgenommen. Die Atmung
wird tiefer und es werden mehr Sauerstoff und Qi aufgenommen, gleichzeitig vermindert sich
die Atemfrequenz. Gute Erfahrungen liegen vor bei Lungenemphysem und Asthma. Bei Erkrankungen
des Bewegungsapparates sprechen Schmerzen und Beweglichkeit gut auf regelmäßiges Üben an. Im
Gegensatz zu Gymnastik oder Sport, bei denen Energie verbraucht wird, wird bei Qi Gong das Qi
gestärkt und gesammelt. Daher ist es auch für Leistungssportler außerordentlich sinnvoll,
parallel zum Training Qi Gong zu praktizieren. Qi Gong in seinen zahlreichen Möglichkeiten
gibt dem Patienten, egal ob jung oder alt, die Gelegenheit, an seinem Heilungsweg
mitzuarbeiten. Es kommt nicht darauf an, viele verschiedene Übungen zu lernen. Wichtig ist
die Regelmäßigkeit des Übens und die richtige Durchführung. Je intensiver geübt wird, zuerst
unter Anleitung, später auch selbstständig, desto größer der Erfolg.
Tai Chi Chuan sind klassische Körperbewegungen, die der Gesundheit, der Selbstverteidigung
und dem meditativen Wachstum dienen. Diese basieren auf der Wechselwirkung von Belasten-
Entlasten, Spannung-Entspannung und folgen somit den Prinzipien von Yin und Yang. Obwohl Tai
Chi Chuan heute vor allem wegen seiner gesundheitlichen Aspekte bekannt ist, war es früher
in erster Linie eine Kampfsportart. Tai Chi Chuan bedeutet soviel wie: durch die Übung zur
Vollendung, d.h. zum Einklang mit der Natur zu kommen. Der Begriff Tai Chi Chuan findet sich
erstmals im Buch der Wandlungen (1. Ging-Buch der chinesischen Weissagungen). Er erscheint
auch in den klassischen Schriften der chinesischen Medizin. Tai Chi Chuan lässt sich bis in
die Tang-Dynastie (618-908 n. Chr.) zurückverfolgen. Die Menschen seinerzeit nahmen ihre
Bewegungen aus der Natur und aus dem Tierreich auf. Da es beim heutigen Tai Chi Chuan vor
allem um Entspannung, Atemkontrolle, geistige Konzentration, runde, langsame Bewegungen geht,
hat es viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit. So verbessert sich nicht nur die
Körperhaltung, sondern auch Kreislauf, Stoffwechsel und die Nervenfunktion. Es beansprucht
im Verlauf der Einzelbewegung alle Muskeln, Sehnen, Gelenke und Knochen, so dass bei
regelmäßigem Üben in ausgewogener Weise eine gute Flexibilität des Körpers erreicht werden
kann. Körper, Geist und Seele werden wieder zu einer Einheit. Auch dieses Übungssystem kann
bis ins hohe Alter praktiziert werden. Nach dem Verständnis der chinesischen Medizin ist die
Gesundheit des Menschen vom gleichmäßigen Fließen der inneren Energie, dem Qi, in den
Energieleitbahnen, den sogenannten Meridianen, abhängig. Kommt es zu einer Stauung innerhalb
dieser Energieleitbahnen, führt dies zu Unwohlsein bis hin zu Krankheit. Durch regelmäßiges
Üben von Tai Chi Chuan und Qi Gong werden diese Meridiane positiv beeinflusst, Blockaden
geöffnet und das Qi, die Lebensenergie kann wieder ungehindert fließen. Krankheiten wie
Asthma bronchiale, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Osteoporose, Stress-Syndrom, Schlafstörungen
u.a. können langfristig positiv beeinflusst werden.
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Layout © J. Ludwig, Februar 2004
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