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Heilpraktiker D. Berendes

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12 Chiropraktische Selbsttests



Die Gefahren unentdeckter Reizleitungsstörungen


Um sich optimaler physischer und emotionaler Gesundheit zu erfreuen, müssen unsere Körper vernünftig funktionieren, mit einer nervalen Versorgung, die elektrische Impulse vom Gehirn zu jedem Organ, zu jeder Zelle – und zurück – ohne Störung oder Veränderung schalten muß.


Wenn irgend etwas diese elektrischen Impulse stört, reagieren wir mit Schmerz, Steifheit, einer speziellen Erkrankung, einer abgeschwächten Immunantwort, ein Ungleichgewicht der Körperchemie oder einer Fehlfunktion einer oder mehrerer den Körper unterstützender Systeme.


Wenn wir Glück haben, löst die Störung ein „Warnsignal“ aus, das uns sagt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Leider sind diese Signale oft so unterschwellig, dass es oft zu spät ist, bis wir merken, dass etwas nicht stimmt. Viele ernsthafte Gesundheitsprobleme können auf Reizleitungsstörungen zurückgeführt werden. Sogar Organe werden geschwächt, ohne ein äußeres Zeichen zu zeigen.


Nervenreizleitungsstörungen oder „Wirbelblockaden“ sind räumliche Veränderungen von Knochen entlang der Wirbelsäule. Nerven des Rückenmarks, vom Gehirn kommend, zweigen dort durch kleine Öffnungen der sich dort zusammenschließenden Knochen ab und laufen durch den gesamten Körper. Wenn die Knochen außerhalb ihrer Normalposition liegen, was durch Verletzung, schlechte Haltung, muskuläres – ja sogar emotionales – Ungleichgewicht oder „chemischen Streß“ hervorgerufen werden kann, verursacht dieser Druck auf den Nerv eine Störung des Energieflusses.


Der einzige sichere Weg, diesen Druck auf den Nerv, diese Blockade, zu korrigieren, ist, einen Chiropraktiker aufzusuchen, und sich justieren zu lassen. Chiropraktik ist die gezielte Anwendung von Impulsen auf den Körper zur Korrektur der Reizleitungsstörung. Chiropraktoren sind einige der wenigen Personen in unserem Gesundheitssystem mit entsprechender Erfahrung und Ausbildung, solche Verschiebungen zu beseitigen.


Hier sind 12 einfache Tests, um herauszufinden, ob Reizleitungsstörungen vorliegen können. Testen Sie sich und Ihre Familie, auch die Kinder monatlich.

Wenn Sie bei irgendeinem dieser Tests ein positives Ergebnis erhalten, sollten Sie so bald wie möglich einen Chiropraktiker aufsuchen.


Selbsttests für eine Reizleitungsstörung

Wie weit kann ich mich bewegen?

Bei jedem der folgenden Tests sollten Sie in einer aufrechten, entspannten Position stehen. Ihre Bewegung sollte langsam und weich sein – niemals unkontrolliert und kraftvoll! Wenn Sie nicht den ganzen Weg drehen oder beugen können, kreuzen Sie das entsprechende Kästchen an. Bemerken Sie jeglichen Schmerz oder die Bewegung ist unangenehm, kreuzen Sie ebenfalls an.
  1. Drehbewegung – Drehen Sie ihren aufrechten Kopf langsam nach links und dann nach rechts. Bewegen Sie dabei nicht Ihren Oberkörper. Sie sollten so weit drehen können, bis Ihr Kinn fast parallel mit Ihren Schultern ist.
  2. Seitwärtsneigung – Beugen Sie Ihren aufrechten Kopf zur Seite. Erst links, dann rechts. Ziehen Sie Ihre Schulter nach oben. Zwischen Ohr und Schulter sollten maximal 2-3 Finger passen.
  3. Beugung/Streckung – Beugen Sie Ihren Kopf langsam nach vorn und hinten. Sie sollten senkrecht nach oben und unten sehen können.
  4. Drehbewegung – Drehen Sie Ihren Oberkörper, von der Taille aufwärts, nach links und rechts. Ihr Kopf sollte in einer Linie mit dem Oberkörper bleiben. Sie sollten etwa 45 Grad in jede Richtung drehen können.
  5. Seitwärtsneigung – Beugen Sie in der Hüfte nach links und rechts. Sie sollten auf jeder Seite etwa 45 Grad erreichen.
  6. Beugung/Streckung – Strecken Sie Ihren Rücken, den Kopf in einer Linie mit dem Oberkörper, und strecken Sie Ihre Knie. Beugen Sie in der Hüfte vorwärts, bis Sie parallel zum Boden sind, und rückwärts so weit, dass Sie senkrecht nach oben schauen können.

Haltungstests
  1. Mittellinie – Ziehen Sie eine imaginäre Senkrechte durch Ihren Körper. Vom Scheitel über die Nase, das Kinn, Ihren Nabel zu Ihren Füßen. Ist diese Linie nun parallel zur Kante Ihres Spiegel, oder nicht?
  2. Ohren – Ziehen Sie eine Waagerechte durch Ihre Ohren. Ist diese Linie nun parallel zur waagerechten Kante Ihres Spiegels, oder nicht?
  3. Schultern – Ziehen Sie eine imaginäre Waagerechte durch Ihre Schultern. Ist diese Linie nun parallel zur waagerechten Kante Ihres Spiegels, oder nicht?
  4. Hüften – Ziehen Sie eine imaginäre Waagerechte durch Ihre Hüften. Ist diese Linie nun parallel zur waagerechten Kante Ihres Spiegels, oder nicht?

Tests zur Beinlänge
  1. Für diesen Test werden Sie einen Testpartner benötigen. Legen Sie sich auf den Rücken, auf einen festen Untergrund. Versuchen Sie gerade zu liegen und so entspannt, wie möglich zu sein. Anweisungen für den Testpartner: Umgreifen Sie die Fersen der Testperson mit den Fingern auf den äußeren Knöcheln und den Daumen unter den Fersen, so dass die Daumen aufeinander zeigen. Führen Sie die Füße zusammen und drücken etwas kopfwärts mit gleichseitigem Druck. Vergleichen Sie nun das Verhältnis Ihrer Daumen zueinander. Sehen Sie genau hin, denn der Unterschied mag nur einige Millimeter betragen. Im Falle einer Beinlängendifferenz schreiben Sie auf, welches Bein kürzer erscheint.

Tastbefund
  1. Hier benötigen Sie ebenfalls einen Partner. Liegen Sie entspannt auf dem Bauch. Anweisungen für Ihren Partner: Drücken Sie mit den Fingerkuppen beidseitig, rechts und links entlang der Wirbelsäule Ihres „Patienten“ etwa mit dem Druck, mit dem Sie eine reife Melone prüfen, jeden einzelnen Wirbelsäulenknochen vom Hinterhaupt bis zum Gesäß. Falls Ihr „Patient“ irgend eine Empfindlichkeit, Schmerz oder Unannehmlichkeit verspürt, beschreiben oder markieren Sie die Stelle.


Testergebnisse:

Normal Eingeschränkt Schmerzhaft
Test 1
Test 2
Test 3
Test 4
Test 5
Test 6
Test 7
Test 8
Test 9
Test 10
Test 11 gleich rechts kurz links kurz
Test 12 Beschreiben/markieren Sie die Stelle unten




Layout © J. Ludwig, Februar 2004