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Heilpraktiker D. Berendes

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Säuren-Basen Haushalt



Was versteht man unter dem Säuren-Basen Haushalt?
Viele Stoffwechselvorgänge im Körper können optimal ablaufen, wenn im Organismus ein bestimmter Säuregrad (pH-Wert) vorhanden ist. Ein ausgeglichener Säure-Basen Haushalt ist daher für die Gesundheit und Befindlichkeit des Menschen sehr wichtig. Belastungen können zu einem erhöhten Bedarf führen. Bei ausgewogener Ernährung und harmonischem Lebenswandel ist der Organismus jedoch in der Lage, die sauren und basischen Tendenzen immer wieder auszugleichen.

Welche Folgen hat eine Übersäuerung des Körpers?
Säuren werden nicht mehr abgepuffert oder aus unserem Körper ausgeschieden, sondern im Bindegewebe als Salze abgelagert. Die Folge: wir fühlen uns müde, weniger leistungsfähig und in unserem Wohlbefinden eingeschränkt. Eine andauernde hohe Säurenbelastung des Körpers kann zu Stressanfälligkeit, Nervosität und in schlimmeren Fällen sogar zu Gicht, Arthritis und Arthrose führen. Eine Übersäuerung des Körpers hat auch großen Einfluß auf die Krebsentstehung.

Wodurch kann eine Veränderung im Säuren-Basen-Haushalt ausgelöst werden?
Vor allem durch falsche Ernährung (viel Fleisch, vor allem Schweinefleische, Wurst, zuckerhaltige Lebensmittel, Fast Food, Fertiggerichte, Kantinenessen) und durch Stresssituationen, denen man heute in immer stärkerem Maße ausgesetzt ist, kommt es zu einer Veränderung im Säuren-Basen-Haushalt, wenn der erhöhte Bedarf an basischen Nahrungsmitteln nicht gedeckt wird. Ein verstärkter Genuß von Nikotin, Alkohol und Koffein steigern die Säurebelastung. Hier ist es sinnvoll, den Körper mit entsprechender Ernährung und Vitalstoffen zu unterstützen. Daneben spielt die Auswahl der Lebensmittel und die Umstellung der Lebens- und Ernährungsweise eine entscheidende Rolle.

Wie kann man das Säure-Basen-Gleichgewicht darüber hinaus unterstützen?
Nehmen Sie zur gezielten Nahrungsergänzung zu jeder Mahlzeit ergänzend basisch wirkende Mineralien, Spurenelemente und Pflanzenwirkstoffe, die der Körper benötigt. Die Auswahl und Dosierung lässt sich durch den Therapeuten genau bestimmen. Die Entgiftung des Körpers über Lymphe, Leber, Niere, Darm und Haut durch spezielle Phytotherapeutika sollte angeregt werden. Bewährte Heilmethoden wie Aderlaß, Schröpfen oder Schröpfmassage fördern ebenfalls die Toxinausleitung aus dem Körper. Eine gezielte Darmsanierung unter therapeutischer Kontrolle fördert die Aufnahmefähigkeit von Mineralien und Spurenelementen sowie die vermehrte Abgabe von Stoffwechselabbauprodukten. Heilfasten kann eine gute Ergänzung sein.

Was kann man sonst noch tun, um eine ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu erhalten und eine Versorgung mit den wichtigsten Mineralien und Spurenelementen zu unterstützen?
Achten Sie auf den Verzehr einer gesunden Vollwertkost mit viel Obst und Gemüse. Auch sind basenreiche Trockenfrüchte (Feigen, Rosinen) zu empfehlen. Reduzieren Sie den Anteil an Fleisch und Wurst. Sie sollten immer bedenken, dass viele „primär gesunde Nahrungsmittel“ durch ihre Zubereitung (Kochen, Dünsten, Schmoren, etc.) einen Teil ihres Nährstoff- und Basengehaltes verlieren. Deswegen soll ein Teil der täglichen Nahrung aus möglichst wenig veränderter Frischkost bestehen.


Layout © J. Ludwig, Februar 2004