BDH

Heilpraktiker D. Berendes

Graebestraße 6a
33790 Halle/Westf
Tel.: 05201-857901
Fax: 05201-857902
e-mail: info@heilpraktiker-berendes.de

Navigation

 

Nahrungsergänzung – ist sie sinnvoll?



Vitalstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind unentbehrliche Bestandteile der Nahrung, die der Mensch regelmäßig zu sich nehmen muß, um gesund zu bleiben. Nicht nur ein ausgeprägter Mangel, sondern bereits eine leichte Unterversorgung können die Leistungsfähigkeit einschränken, Alterungsprozesse fördern und ein Risikofaktor für die Entstehung chronischer Erkrankungen darstellen. Eine ausreichende Vitalstoff-Aufnahme ist daher eine der wichtigsten Maßnahmen überhaupt, um Krankheiten vorzubeugen.

Den mengenmäßig größten Anteil der Nahrung machen die Hauptnährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette aus, die nach ihrer Verdauung und Resorption im Darmtrakt dem Bau- und Energiestoffwechsel zur Verfügung stehen. Doch Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße können allein nur wenig ausrichten, wenn die Nahrung nicht zusätzlich weitere Nährstoffe, sog. Vitalstoffe erhält. Hierzu zählen Vitamine, vitaminähnliche Substanzen, Carotinoide, Flavonoide, essentielle Fettsäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren. All diese Stoffe greifen hauptsächlich regulierend und aufbauend in unseren Stoffwechsel ein, beschleunigen als sogenannte Coenzyme chemische Reaktionen, wirken zellschützend als Radikalfänger oder haben entgiftende Funktion vor allem von Schwermetallen.

Vitalstoffe werden von unserem Körper ständig verbraucht, abgebaut oder über den Urin und Stuhl ausgeschieden. Sie müssen daher permanent nachgeliefert werden. Geschieht dies nicht, so entstehen schwere Mangelerkrankungen. Diese entwickeln sich allerdings nicht von heute auf morgen. Vielmehr handelt es sich um einen langsamen, zunächst völlig unbemerkt ablaufenden Prozess, der dadurch charakterisiert ist, dass nach und nach die körpereigenen Reserven aufgezehrt werden. Als Folge hiervon kommt es ab einem bestimmten Zeitpunkt zu einer Einschränkung all der Stoffwechselvorgänge, an denen Vitalstoffe beteiligt sind. Ein Vitalstoff-Defizit zeigt sich im Anfangsstadium – wenn überhaupt – nur durch leichte Befindlichkeitstörungen, bzw. ein Nachlassen der körperlichen, seelischen und geistigen Belastbarkeit, also durch sehr unspezifische Symptome. Müdigkeit, Kopfschmerz, depressive Verstimmung, schlechte Wundheilung, Infektanfälligkeit, verschleppte Infekte, wachsende Stress-Intolleranz, beeinträchtigte Lern- und Konzentrationsfähigkeit sind die Symptome, die in fortgeschrittener Phase auftreten können.

Nun könnte man bei unserem reichhaltigen Nahrungsmittelangebot denken, dass unsere tägliche Versorgung mit Vitalstoffen ausreichend gesichert ist. Dieses ist aber ein Trugschluß. All unsere zum Teil schlechten Anbau-, Zucht-, Transport- und Lagerbedingungen von Lebensmitteln bringen es letztendlich mit sich, dass selbst derjenige, der versucht, sich konsequent gesund zu ernähren, mit der Vitalstoffversorgung keinesfalls auf der sicheren Seite ist. Ein weiterer Teil der Vitalstoffe geht bei der küchentechnischen Zubereitung verloren. Dies gilt besonders für Vitamine, die z.T. wasserlöslich und hitzeempfindlich sind. Ein spezielles Problem in bezug auf entstehende Zubereitungsverluste ergibt sich für die immer größer werdende Gruppe der Menschen, die auf Großküchenverpflegung angewiesen sind (Kantine, Imbissstube, Altenheime, Essen auf Rädern...). Aber auch die industrielle Ver- und Bearbeitung trägt zu einer erheblichen Verarmung von Lebensmitteln bei. Dies gilt z. B. für die Mehlherstellung, aber auch alle Arten der Hitzekonservierung oder Bestrahlung sind mit Nährstoffverlusten verbunden.

Wer nun sollte ganz besonders auf einen ausgeglichenen Vitalstoffhaushalt achten? Es gibt eine Vielzahl von äußeren Faktoren, die den Vitalstoff-Bedarf der Bevölkerung erhöhen und denen wir uns täglich aussetzen. Hierzu zählen: Zigarettenkonsum/Passivrauchen, Alkoholkonsum, Schadstoffe der Luft, Nahrung und Wasser ( v.a. Schwermetalle, Stickoxide, Ozon, Pestizide,...), Industrieprodukte wie Farben, Lösungsmittel u.a., Belastungen am Arbeitsplatz, physischer und psychischer Stress oder auch Medikamente, um nur einige Faktoren zu nennen.

In besonderen Lebensphasen, wie Schwangerschaft und der Stillzeit, aber auch im Alter ist der Vitalstoff-Bedarf erhöht. Gerade im Alter findet ein verstärkter Zellabbau statt, der mit abnehmender Funktionsfähigkeit verschiedener Organe verbunden ist. Von besonderer Bedeutung ist die Abnahme der Immunabwehr durch die ein erhöhtes Risiko für Krebs, Infektionen und Autoimmunerkrankungen besteht. Ebenso können chronische Krankheiten, wie z.B. rheumatische Gelenkentzündungen oder Diabetes mellitus den Bedarf an Vitalstoffen erhöhen.

Um diese Defizite auszugleichen reicht die alleinige Zufuhr über die Nahrung nicht aus. Hier gilt es ergänzend fehlende Vitalstoffe hochdosiert über einen längeren Zeitraum zuzuführen, um die Depots im menschlichen Organismus wieder aufzufüllen und zu halten.


Layout © J. Ludwig, Februar 2004