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Heilpraktiker D. Berendes
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Nahrungsergänzung – ist sie sinnvoll?
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Vitalstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind unentbehrliche Bestandteile
der Nahrung, die der Mensch regelmäßig zu sich nehmen muß, um gesund zu bleiben. Nicht nur
ein ausgeprägter Mangel, sondern bereits eine leichte Unterversorgung können die
Leistungsfähigkeit einschränken, Alterungsprozesse fördern und ein Risikofaktor für die
Entstehung chronischer Erkrankungen darstellen. Eine ausreichende Vitalstoff-Aufnahme ist
daher eine der wichtigsten Maßnahmen überhaupt, um Krankheiten vorzubeugen.
Den mengenmäßig größten Anteil der Nahrung machen die Hauptnährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiße
und Fette aus, die nach ihrer Verdauung und Resorption im Darmtrakt dem Bau- und
Energiestoffwechsel zur Verfügung stehen. Doch Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße können
allein nur wenig ausrichten, wenn die Nahrung nicht zusätzlich weitere Nährstoffe, sog.
Vitalstoffe erhält. Hierzu zählen Vitamine, vitaminähnliche Substanzen, Carotinoide,
Flavonoide, essentielle Fettsäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren. All diese
Stoffe greifen hauptsächlich regulierend und aufbauend in unseren Stoffwechsel ein,
beschleunigen als sogenannte Coenzyme chemische Reaktionen, wirken zellschützend als
Radikalfänger oder haben entgiftende Funktion vor allem von Schwermetallen.
Vitalstoffe werden von unserem Körper ständig verbraucht, abgebaut oder über den Urin und
Stuhl ausgeschieden. Sie müssen daher permanent nachgeliefert werden. Geschieht dies nicht,
so entstehen schwere Mangelerkrankungen. Diese entwickeln sich allerdings nicht von heute auf
morgen. Vielmehr handelt es sich um einen langsamen, zunächst völlig unbemerkt ablaufenden
Prozess, der dadurch charakterisiert ist, dass nach und nach die körpereigenen Reserven
aufgezehrt werden. Als Folge hiervon kommt es ab einem bestimmten Zeitpunkt zu einer
Einschränkung all der Stoffwechselvorgänge, an denen Vitalstoffe beteiligt sind. Ein
Vitalstoff-Defizit zeigt sich im Anfangsstadium – wenn überhaupt – nur durch leichte
Befindlichkeitstörungen, bzw. ein Nachlassen der körperlichen, seelischen und geistigen
Belastbarkeit, also durch sehr unspezifische Symptome. Müdigkeit, Kopfschmerz, depressive
Verstimmung, schlechte Wundheilung, Infektanfälligkeit, verschleppte Infekte, wachsende
Stress-Intolleranz, beeinträchtigte Lern- und Konzentrationsfähigkeit sind die Symptome,
die in fortgeschrittener Phase auftreten können.
Nun könnte man bei unserem reichhaltigen Nahrungsmittelangebot denken, dass unsere tägliche
Versorgung mit Vitalstoffen ausreichend gesichert ist. Dieses ist aber ein Trugschluß. All
unsere zum Teil schlechten Anbau-, Zucht-, Transport- und Lagerbedingungen von Lebensmitteln
bringen es letztendlich mit sich, dass selbst derjenige, der versucht, sich konsequent gesund
zu ernähren, mit der Vitalstoffversorgung keinesfalls auf der sicheren Seite ist. Ein weiterer
Teil der Vitalstoffe geht bei der küchentechnischen Zubereitung verloren. Dies gilt besonders
für Vitamine, die z.T. wasserlöslich und hitzeempfindlich sind. Ein spezielles Problem in
bezug auf entstehende Zubereitungsverluste ergibt sich für die immer größer werdende Gruppe
der Menschen, die auf Großküchenverpflegung angewiesen sind (Kantine, Imbissstube, Altenheime,
Essen auf Rädern...). Aber auch die industrielle Ver- und Bearbeitung trägt zu einer
erheblichen Verarmung von Lebensmitteln bei. Dies gilt z. B. für die Mehlherstellung, aber
auch alle Arten der Hitzekonservierung oder Bestrahlung sind mit Nährstoffverlusten verbunden.
Wer nun sollte ganz besonders auf einen ausgeglichenen Vitalstoffhaushalt achten?
Es gibt eine Vielzahl von äußeren Faktoren, die den Vitalstoff-Bedarf der Bevölkerung erhöhen
und denen wir uns täglich aussetzen. Hierzu zählen: Zigarettenkonsum/Passivrauchen,
Alkoholkonsum, Schadstoffe der Luft, Nahrung und Wasser ( v.a. Schwermetalle, Stickoxide,
Ozon, Pestizide,...), Industrieprodukte wie Farben, Lösungsmittel u.a., Belastungen am
Arbeitsplatz, physischer und psychischer Stress oder auch Medikamente, um nur einige Faktoren
zu nennen.
In besonderen Lebensphasen, wie Schwangerschaft und der Stillzeit, aber auch im Alter ist
der Vitalstoff-Bedarf erhöht. Gerade im Alter findet ein verstärkter Zellabbau statt, der
mit abnehmender Funktionsfähigkeit verschiedener Organe verbunden ist. Von besonderer
Bedeutung ist die Abnahme der Immunabwehr durch die ein erhöhtes Risiko für Krebs,
Infektionen und Autoimmunerkrankungen besteht. Ebenso können chronische Krankheiten, wie
z.B. rheumatische Gelenkentzündungen oder Diabetes mellitus den Bedarf an Vitalstoffen
erhöhen.
Um diese Defizite auszugleichen reicht die alleinige Zufuhr über die Nahrung nicht aus. Hier
gilt es ergänzend fehlende Vitalstoffe hochdosiert über einen längeren Zeitraum zuzuführen,
um die Depots im menschlichen Organismus wieder aufzufüllen und zu halten.
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Layout © J. Ludwig, Februar 2004
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