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Heilpraktiker D. Berendes

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Ständig müde – Was steckt dahinter?



Jeder ist tagsüber mal müde. Außergewöhnliche körperliche oder geistige Anstrengungen lassen eine gewisse Erschöpfung erwarten. Normalerweise erholt man sich davon aber relativ schnell. Bedenklich wird es, wenn der lähmende Fix-und Fertig-Zustand auch dann noch anhält, wenn die auslösende Situation längst vorbei ist. Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisfunktion und Selbstkontrolle sind stark eingeschränkt, das Immunsystem wird stark beansprucht und auch die Infektanfälligkeit steigt.

Schlafstörungen mit nächtlichen Atemaussetzern (Apnoe-Phasen) sind eine mögliche Erklärung. Im Schlaflabor lässt sich analysieren, ob ein Patient unter Schlaf-Apnoe-Phasen leidet und in Folge wird durch kontinuierliche Beatmung während der Nacht ein Sauerstoffmangel verhindert.

Unüberwindbare Schlappheit, Antriebslosigkeit und Abgeschlagenheit gehen mitunter auch auf das Konto körperlicher und seelischer Erkrankungen. Da diese Symptome sehr allgemeingültig sind, gilt es näher nachzuforschen. Mögliche Ursachen können ein Mangel an Schilddrüsenhormonen (Hypothyreose), Eisenmangel aber auch eine Störung des Zuckerstoffwechsels (Diabetes) oder Bluthochdruck sein. Ebenso gilt es Depressionen, Tumorerkrankungen, Fibromyalgie oder Multiple Sklerose auszuschließen. Eine häufig naheliegende, aber oft unerkannte Ursache für ständige Abgeschlagenheit sind Infektionen des Magen-Darmtraktes mit Candida-Pilzen und daraus resultierenden Resorptionsstörungen, so dass lebensnotwendige Vitamine und Spurenelemente nicht in ausreichendem Maße aufgenommen werden können.

Eine generelle Therapie gegen Müdigkeit gibt es nicht. Es ist nur ein Symptom, das in Zusammenhang mit anderen auf die jeweilige Ursache schließen lässt und diese gilt es zu therapieren. So lassen sich an dieser Stelle vorerst nur allgemeine Hinweise geben. Bereits eine gezielte Umstellung der Ernährung mit hohen Anteilen basen- und rohstoffreicher Lebensmittel sowie Reduzierung des Fleischanteils auf ein Minimum bewirken eine Verbesserung des Stoffwechsels. Ausdauersport, Atemgymnastik, regelmäßige Saunagänge und Bürstenmassagen aktivieren ebenfalls die Durchblutung und regen die Sauerstoffzirkulation im Körper an. Sind die Ursachen für die dauerhafte Müdigkeit und Abgeschlagenheit erkannt, so stehen dem naturheilkundlichen Behandler eine große Auswahl an homöopathischen, konstitutionellen und phytotherapeutischen Therapieverfahren und Wirkstoffen zur Verfügung. Ganz besonderes Augenmerk sei hier auf den Bereich der orthomolekularen Medizin gerichtet, also die gezielte und hochdosierte Substitution und Ergänzung mit Vitaminen, Mineral- und Spurenelementen, insbesondere in der heutigen Zeit, da unsere Nahrungsmittel an diesen Stoffen verarmen und diese unserem Organismus nicht in ausreichendem Maße zugeführt werden.

Dauerhafte Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung sind also keine Zustände, mit denen man sich anfreunden sollte. Sie sind ein Hinweis unseres Körpers, dass „irgendetwas“ nicht stimmt und das gilt es zu erkennen und zu beheben. Dazu bietet die Naturheilkunde reichlich Ansätze.


Layout © J. Ludwig, Februar 2004