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Heilpraktiker D. Berendes
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Vorsicht Stau! Das Lymphödem
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Die Existenz der Lymphflüssigkeit und des dazugehörigen Transportsystems war den Gelehrten
schon ca. 500 vor Christus bekannt. Sie hatte allerdings keine Erklärung für die Herkunft
und Funktion des „weißen Blutes“, wie Hippokrates als einer der Ersten die Lymphflüssigkeit
nannte. Lange Zeit wurde sie kaum beachtet und in der Medizin stiefmütterlich behandelt.
Dennoch ist das Lymphsystem genauso bedeutend wie das Blutgefäßsystem. Es ist neben den
Blutbahnen das bedeutende Transportsystem, das für den Abtransport von ganz bestimmten
Substanzen, hauptsächlich Zelltrümmer, Fremdkörper, Fette sowie Bakterien und andere
Krankheitserreger sorgt. Die Lymphknoten dienen bei dieser gigantischen Entrümpelungsaufgabe
als Filter und Speicherorgane. Zu guter Letzt gelangt der „Abfall“ über das Venensystem zur
Leber und wird hier abgebaut.
Das Lymphödem ist eine der möglichen Schädigungen dieses sehr feinfühligen Systems. Meistens
ist es keine primäre Erkrankung, sondern tritt als Folgeerscheinung verschiedener Ursachen
auf. Auf der Basis eines geschwächten Immunsystems können Keime/Bakterien oder auch
Parasiten zu häufigen Entzündungen der Lymphgefäße führen. Größere Verletzungen oder
Verbrennungen mit langwieriger Ausheilung können ebenfalls einen Stau im Lymphsystem
hervorrufen. Die häufigste Ursache für sekundäre Lymphödeme jedoch ist die Behandlung von
bösartigen Tumoren. Häufig wird das Problem erst sehr spät erkannt. Anfänglich bemerkt der
Patient das Ödem nicht, die Volumenzunahme des Ödems schreitet oft sehr langsam voran, der
Patient bemerkt gelegentlich ein Spannungsgefühl, aber das Problem wird leider viel zu oft
auf die leichte Schulter genommen. Das zunächst weiche Ödem kann sich über mehrere Stadien
von seiner weichen Beschaffenheit aus weiter verfestigen und schließlich hart und prall
werden. Das zögerliche Abwarten des Patienten ist oft der Grund dafür, dass mit den
notwendigen Therapien sehr spät begonnen wird und die Behandlung dadurch viel aufwendiger
und für den Patienten unangenehmer wird. Mögliche Komplikationen, wie Zunahme des
Ödemvolumens mit Verhärtung und Formveränderungen des Ödems, Wundrose, Missempfindungen der
Arme oder Beine, ggf. Lähmungen oder bösartige Entartung innerhalb des Ödemgebietes können
eine erhebliche Verschlechterung der Lebensqualität bedeuten.
Nun, welche therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten bieten sich dem Patienten?
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören sicherlich die konsequente manuelle Lymphdrainage,
Kompressionstherapie sowie Physiotherapie. Darüber hinaus stehen dem Patienten ergänzend
eine Vielzahl naturheilkundlicher Therapieverfahren zur Auswahl, die individuell auf den
einzelnen Patienten abgestimmt werden können. Mit Hilfe der Bioresonanz lassen sich
verursachende oder zusätzlich schädigende Erreger, wie Bakterien, Viren oder Parasiten ohne
negative Nebenwirkungen bekämpfen. Der Naturheilkunde stehen eine Vielzahl an homöopathischen
oder pflanzlichen Einzel- oder Komplexmitten zur Verfügung, die das Lymph- und
Ausscheidungssystem anregen und somit zügig den Abtransport von Abfallprodukten fördern.
Die gezielte Ergänzung von Enzymen und Spurenelementen führt zur schnelleren Reduktion der
Entzündung. Aber auch der Patient selber kann eine Menge persönlich zum zügigen
therapeutischen Erfolg beitragen. Auf das Tragen weiter, lockerere, nicht einengender
Kleidung und Schuhwerk ist besonders zu achten. Auch sollte auf eine besonders Haut
schonende Körperpflege sowie medizinische Fußpflege Wert gelegt werden. Eine ausgewogene
Ernährung und Gewichtsreduktion können zusätzlich förderlich sein, den Körper zu entlasten.
Obwohl die Therapie des Lymphödems sehr aufwendig und oft langwierig ist, so ist sie doch
erfolgsversprechend. Dafür ist eine rechtzeitig einsetzende und regelmäßige Behandlung sowie
ein hohes Maß an Kooperation aller Beteiligten erforderlich.
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Layout © J. Ludwig, Februar 2004
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