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Zeitbombe Diabetes



naturheilkundliche Therapieansätze


Jeder zehnte Deutsche hat Diabetes. Mehr als 5 Millionen Menschen sind deswegen in ärztlicher Behandlung. Einige Millionen sind „zuckerkrank“, ohne es zu wissen. Und es werden immer mehr. Bereits jetzt ist Diabetes mellitus die Volkskrankheit Nr. 1. Geht der Trend ungebremst weiter, würde sich die Zahl der Betroffenen innerhalb von 30 Jahren sogar verdoppeln. Grob werden zwei Typen des Diabetes unterteilt. Diabetes Typ 1, insulinabhängiger, oder auch jugendlicher Diabetes genannt. Hier liegt ein absoluter Insulinmangel infolge zerstörter Zellbereiche der Bauchspeicheldrüse vor. Der Diabetes Typ 2, auch Altersdiabetes genannt, ist primär Insulin unabhängig. Die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse funktioniert, aber die Wirkung des Insulin an Leber-, Muskel- und Fettzellen ist vermindert. Zusätzlich unterscheidet man noch Sonderformen, wie z.B.: Schwangerschafts-Diabetes oder Medikamenten induzierter Diabetes.

Alarmierende Studien aus den USA besagen, dass mittlerweile Kinder zwischen 14 und 16 Jahren an Diabetes Typ 2 erkrankt sind. Sie werden nicht mehr die Lebenserwartung erreichen, die ihre Eltern haben. Ursache: falsche und ungesunde Lebensgewohnheiten, Fastfood, mangelnde Bewegung!

Was macht die Erkrankung so gefährlich? Lange Zeit bleibt der Diabetes oft unerkannt. Erst Gewichtsabnahme trotz reichlicher Nahrungsaufnahme mit besonderem Verlangen nach Süßem, vermehrter Durst, zunehmende Stoffwechselentgleisung mit Übelkeit, Schwäche und Bewusstseinsverlust lassen einen Typ 1 Diabetes erahnen. Beim Diabetes Typ 2 setzen die Krankheitssymptome sehr langsam über Monate bis Jahre ein: Juckreiz, Harnwegsinfekte, Pilzinfektionen, Schwäche, Leistungsknick, Sehstörungen, Missempfindungen sind hier die ersten Anzeichen. Bereits in diesem Stadium der Krankheit ist das Gefäßsystem des Patienten schon geschädigt. Frei im Blut zirkulierender Zucker, der nicht von den Zellen aufgenommen und weiterverarbeitet wird, schädigt kleine und große Gefäße, die wichtige Organe versorgen. Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, dauerhafte Nierenschädigungen und diabetische Netzhautschädigungen der Augen mit zunehmender Erblindung sind die unweigerlichen Folgen eines zu spät oder nicht erkannten Diabetes mellitus. Weitere Folgen sind Nervenschädigungen mit Sensibilitätsstörungen, die unbehandelt zu Amputationen von Gliedmaßen führen.

All dies muß nicht sein. Regelmäßige und rechtzeitige Blutzucker-Untersuchungen lassen eine Diabetes frühzeitig erkennen. Ist die Diagnose einmal festgestellt, so gilt es, je nach Typ des Diabetes den Anweisungen und Ratschlägen des Therapeuten zu folgen und besonders Risikofaktoren zu minimieren. Neben der Gabe von Medikamenten, einer ausgewogenen kohlenhydratdefinierten Kost und Bewegung sollten angebotene Schulungen zur Lebensführung und bewussten Ernährung besucht werden.

Welchen Anteil übernimmt nun die Naturheilkunde in der Langzeittherapie des Diabetes- Patienten? Um diabetische Gefäßschäden vorzubeugen und zu vermindern, verbessert die Ozontherapie den Blutfluß besonders in den kleinen Gefäßen, baut Durchblutungsstörungen ab und verhindert neue Störungen. Diabetischen Augenerkrankungen, Wundheilungsstörungen und werden entgegengewirkt. Da Diabetes eine Stoffwechselerkrankung ist, liegen viele Mineralstoffe und Spurenelemente, die zur Insulinproduktion oder zum Transport des Insulin notwendig sind, wie Zink, Mangan und Magnesium im Mangel vor. Diese gilt es dem Körper in verstärktem Maße zuzuführen. Netzhautablösungen und zunehmende Erblindung können vielfach gestoppt und vorbeugend verhindert werden. Individuelle Gaben von Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und homöopathisch aufbereiteten Heilpflanzen wirken ebenso den gefürchteten Neuropathien entgegen.

Obwohl hier nur einige Ansätze und auch nur in Kürze vorgestellt werden können, zeigt sich, dass der Diabetes Patient viele Möglichkeiten hat, ein Fortschreiten der Erkrankung vorzubeugen. Wichtig jedoch, und das lässt sich nicht oft genug betonen, ist das rechtzeitige Erkennen des Diabetes mellitus.


Layout © J. Ludwig, Februar 2004