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Heilpraktiker D. Berendes
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Fax: 05201-857902
e-mail: info@heilpraktiker-berendes.de
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Verschleißbedingte Gelenkserkrankungen
- Alternativen in der Therapie -
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Gelenkerkrankungen, die durch Verschleiß entstehen (Arthrosen), sind ein häufig vorkommendes
Gesundheitsproblem. Sie können in allen Altersstufen auftreten. Arthrosen sind nicht nur
eine Erkrankung des höheren Lebensalters, es gibt ebenso Jugendliche mit schweren
Gelenkschäden (Kniegelenk, Hüfte, Sprunggelenk, Wirbelsäule). Ein gesetzmäßiger Zusammenhang
zwischen Arthrosehäufigkeit und Lebensalter besteht nicht, wenn auch die Veränderung der
Gelenke mit zunehmendem Alter häufiger werden.
Bei etwa 70 Prozent der über 65 Jahre alten Menschen lassen sich im Röntgenbild typische
Zeichen einer Arthrose feststellen. Nur in weniger als der Hälfte der Fälle kommt es zu einer
Arthrosekrankheit. Diese führt in dem jeweils betroffenen Gelenk in der Regel nicht dauerhaft,
sondern in einzelnen Krankheitsepisoden und schubweise zu den typischen Beschwerdebildern:
Ruhesteifigkeit, Bewegungseinschränkung und Anlaufschmerz.
Es gibt zahlreiche Bedingungen, die das Entstehen von verschleißabhängigen Gelenkveränderungen
begünstigen. Übergewicht und Alter spielen neben angeborenen oder zum Beispiel im Rahmen von
Verletzungen (Unfällen) erworbenen Fehlstellungen von Gelenken (insbesondere der Wirbelsäule)
eine wichtige Rolle. Berufliche (z.B. Fliesenleger) oder sportliche (Tennis, Golf) Fehl-
oder Überbelastungen sowie eine fehlende Steuerung der Gelenkbelastung, etwa bei spastischen
Lähmungen, sind ebenso zu erwähnen. Daneben sind auch Stoffwechselstörungen (Diabetes
mellitus), gelenkknorpelzerstörende chronische (Rheuma) oder sich wiederholende Entzündungen
(Gicht), aber auch erbliche Faktoren von Bedeutung.
Ursächlich ist es Knorpelgewebe, welches den Knochen umgibt, das zerstört wird. Einmal
zerstörtes Knorpelgewebe kann nicht, wie zum Beispiel bei einer Hautwunde, durch neu
gebildetes Gewebe ersetzt werden. Dies ist für das Verständnis der Arthrose, ihres
Fortschreitens und für die Vorbeugung sehr wichtig. Zunehmendes Alter begünstigt die
Entstehung einer Arthrose, da der die Gelenkflächen schützende und abpuffernde Gelenkknorpel
im Alter schrumpft. Verliert der Gelenkknorpel seine elastischen Eigenschaften, werden die
Druckbelastung und Stöße, die das Gelenk treffen, ungedämpft an die knöcherne Gelenkfläche
weitergegeben, was dauerhaft zu Entzündungsreizungen und zur Zerstörung der knöchernen
Struktur führt. Als Reaktion kommt es unter anderem zu knöchernen Auswachsungen (Osteophyten),
die eine Versteifung des Gelenks und somit eine weitere Bewegungseinschränkung bewirken.
Besonders schmerzhaft sind Reizzustände gelenknaher Sehnen- und Bandansätze, Entzündungen
der Gelenksinnenhaut, Gelenkkapseldehnungen, Wasseransammlungen in den Gelenken sowie
kleinste Brüche in den knöchernen Gelenkflächen.
Welche möglichen Behandlungsmaßnahmen lassen sich therapeutisch einsetzen? Vorbeugend, aber
auch therapeutisch sind es vor allem allgemeine Maßnahmen zum Gelenkschutz: Unbeliebt,
jedoch absolut notwendig ist die Gewichtsabnahme bei Übergewicht. Der Körper sollte nicht
unbewegt bleiben, ein ausgewogener Wechsel von Belastung und Entlastung, sei es durch
lockere, sportliche Gymnastik, Qi Gong oder Tai Chi Chuan oder regelmäßiges Schwimmen in
warmen Wasser bewirken eine Verbesserung und Erhalt der Gelenkbeweglichkeit sowie eine
Muskelkräftigung und Gelenkstabilisierung. Ebenso wirken heilgymnastische Übungen auf eine
Veränderung der Statik im positiven Sinne. Ganz besonders sei auf eine Verbesserung der
Nährstoffversorgung des Gelenkknorpels hingewiesen durch gezielte Bewegungen unterhalb der
Schmerzgrenze. Auch gilt es über eine Ernährungsumstellung nachzudenken. Vielfach ist unser
Gewebe durch falsche Ernährung und Umweltbelastungen übersäuert, was zu einer verminderten
Mikrozirkulation und reduzierten Nährstoffaustausch der Zellen führt. Eine gezielte
Regulation des Säure-Basenhaushaltes verändert den pH-Wert und verbessert somit die
Nährstoffversorgung der Zellen.
Eine Verbesserung der Stoffwechselsituation im Gelenkbereich wird ebenfalls durch das sog.
Baunscheidtverfahren erzielt. Es ist eine großflächige Hautreiztherapie, die häufig bei
Arthrosen, Wirbelsäulen-Syndromen, Osteoporose oder M. Bechterew eingesetzt wird und die im
nicht entzündlichen Zustand eine immunologische Wirkung, eine vermehrte Durchblutung des
Zielgebietes, einen Lymphdrainageeffekt und eine allgemeine Tonisierung des geschwächten
Menschen bewirkt.
Anhand eigener Erfahrungen wird ebenso der Einsatz von Blutegeln von den Patienten als sehr
positiv empfunden. Die Enzyme, die der Blutegel in den Bereich der Ansatzstelle entlässt,
wirken entzündungshemmend, antibakteriell, schmerzlindernd und entstauend. Das umgebende
Gewebe wird entsäuert und der Lymphfluß angeregt und somit werden auch hierdurch die
Mikrozirkulation und der lokale Nährstoffaustausch angeregt.
Beliebt und „einfach zu handhaben“ ist der Einsatz von Schmerzmitteln unterschiedlichster
Art. Angefangen bei einfachen Schmerzmitteln reicht die Palette über äußerlich anzuwendende
entzündungshemmende und „wärmende“ Salben bis hin zu kortisonhaltigen Entzündungs- und
Schmerzmitteln. Bei Dauerbehandlung zum Beispiel mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR)
können hier jedoch oft unerwünschte Nebenwirkungen eintreten: Magen-Darm Störungen (Übelkeit,
Erbrechen), allergieähnliche Reaktionen, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit,
Blutdruckanstieg oder Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Vor einem Einsatz dieser
Medikamente, besonders bei beginnender Arthrose sei zu bedenken, ob nicht auch andere
therapeutische Möglichkeiten einer Arthrose Einhalt bieten.
So lassen sich gerade bei beginnender und mittlerer Arthrose der Wirbelsäule, der Knie- und
Hüftgelenke aber auch der Fingergelenke gute Therapieerfolge durch neuraltherapeutische
Behandlung erzielen. Hierbei werden direkt an oder um das jeweilige Gelenk homöopathisch
aufbereitete Phytotherapeutika in Kombination mit einem Lokalanästhetikum injiziert.
Hochdosierte Vitamin-C Infusionen (um ein Vielfaches höher als die Einnahme über die Nahrung
oder Nahrungsergänzungsmittel!) wirken schmerzlindernd, antioxidativ, antiphlogistisch,
immunmodulierend und fördern die Kollagensynthese. Entzündlichen und rheumatischen Prozessen
werden Einhalt geboten.
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Layout © J. Ludwig, Februar 2004
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