Hilfe, die zu 100% ankommt!
Indien - zwischen Traum und Albtraum
Indien, ein Land mit über 1 Milliarde Menschen (jährl. Wachstumsrate 15 Mio.) wird im Jahre 2040 China als
bevölkerungsreichstes Land der Erde ablösen. Es ist geprägt von traditionellen Wertevorstellungen und sozialer
Ungerechtigkeit. Trotz massiven Wirtschaftswachstums in jüngster Vergangenheit und Orientierung an westlichen
Wirtschaftstandards, ist die Bevölkerung in ihrem täglichen Leben geprägt von der Religion. Der Glaube durchdringt
nach wie vor fast jeden Aspekt des indischen Lebens. Dies gilt insbesondere für die Hindus, die mehr als 80% der
Bevölkerung stellen.
Der Hinduismus ist v.a. gekennzeichnet durch das sog. Kastenwesen, das jedem Menschen der hinduistischen
Religionsgemeinschaft seine soziale Position in der Gesellschaft zuweist. Besonders hart betroffen sind die Menschen
der niederen Kasten, die Armen, Obdachlosen, Aussätzigen und Leprakranken. Sie haben keinerlei Rechte und werden als
gesellschaftlicher Abschaum von fast allen Bereichen des Lebens ausgeschlossen. Aber auch die Position der Frauen in
der indischen Gesellschaft ist vielfach von Diskriminierung, bis hin zu Gewaltanwendung und Mitgiftmord, oft getarnt
als Küchenunfall, geprägt.
Varanasi (am Ganges gelegen, auch als Benares bekannt) ist für die Hindus die heiligste aller Städte. Sie ist geprägt
durch die Vielfalt und Widersprüchlichkeit des indischen Lebens. Hier arbeitet der französische Arzt Dr. Sabot mit
seinem Team, um die Not und das Leiden der Menschen zu lindern.
Action Benares - seit über 30 Jahren –
Der französische Arzt Bernard Yves Sabot kam vor über 30 Jahren nach Benares. Er sah die Obdachlosen und die Kranken —
und blieb, um zu helfen. Dafür gründete er die Nicht-Regierungs-Organisation Action Benares. Action Benares ist eine
kleine Organisation, die sich ausschließlich aus Spenden trägt. Die Spendengelder fließen nicht in die Verwaltung,
sondern direkt zu den Bedürftigen. Neben dem Gründer Bernard Yves Sabot und seiner Frau Anna gibt es noch sieben weitere
Mitarbeiter, davon 6 indische Angestellte und eine schweizer Ärztin. Action Benares arbeitet mit Menschen und
Einrichtungen vor Ort zusammen, zum Beispiel mit lokalen Ärzten, Apothekern und Krankenschwestern. Voluteers aus
westlichen Ländern können die Arbeit unterstützen, um zwischen 3 Wochen und sechs Monaten zu bleiben, um zu helfen.
Dazu gehört die Versorgung der Patienten, Betreuung von verbrannten Frauen im Krankenhaus und viele weitere Aufgaben.
Viele Volunteers kommen jedes Jahr wieder, um sich in Varanasi um die Obdachlosen und Kranken zu kümmern. Dies ist für
die meisten eine sehr intensive Erfahrung.
Die Arbeit
Am Bahnhof von Benares leben viele Obdachlose. Zweimal in der Woche kommt das engagierte Medizinerteam hier vorbei,
um jedes einzelne Gleis nach Kranken und Verletzten abzusuchen. Einige hatten einen Unfall, andere haben einfach nicht
die finanziellen Möglichkeiten, sich einen Arzt zu suchen. Sie leben hier unter hygienisch schlechtesten Bedingungen.
Doch auch die einfachste medizinische Grundversorgung ist meist schon eine große Hilfe.
Die Ghats von Benares, das sind die Treppenstufen entlang des Ganges, an denen sich das Leben abspielt. Hierher kommen
jährlich tausende von Inder, um sich im Ganges von Sünden rein zu waschen oder ihre verstorbenen Angehörigen an den fast
mysthisch anmutenden Verbrennungsghats zu verbrennen. Hier schlendern auch tagtäglich viele westliche Touristen am
Fluß-ufer entlang und beobachten fasziniert das Geschehen. Doch auch hier leben viele Obdachlose, Bettler und
Straßenkinder, die nicht mal ein Dach über dem Kopf haben. Sie wissen: zweimal die Woche kommt „Dr. Saab“ mit seinem
Team an das Hauptghat, hier können sie ihre Verbände wechseln lassen, Spritzen oder neue Medikamente erhalten.
Das gilt auch für verschiedene Slums, in denen „Dr. Saab“ mit den freiwilligen Helfern und meist auch mit einem der
indischen fest angestellten Krankenpfleger für medizinische Grundversorgung da ist. Leprakranke, die die Gesellschaft
als Aussätzige betrachtet, sowie Tuberkulose– oder Krebspatienten, alle werden gleichermaßen behandelt. Von Action
Benares erhalten sie Medikamente und Hilfe, um ihre Schmerzen ein wenig zu lindern.
Das staatliche Krankenhaus von Benares ist nicht annähernd mit westlichen Krankenhäusern vergleichbar. Die hygienischen
Bedingungen sind hier kaum vorstellbar. Die meisten freiwilligen Helfer sind zunächst überwältigt und geschockt von all
dem Elend, das hier zu sehen ist. Hier liegen auch die verbrannten Frauen, die meist vom eigenen Ehemann oder den
Schwiegereltern angezündet worden sind. Arrangierte Ehen sind in Indien noch an der Tagesordnung, doch wenn die
Aussteuer nicht stimmt, die Ehefrau „unbequem“ oder „überflüssig“ ist, kann das für sie schlimme bis tödliche Folgen
haben. Wer überlebt und gerettet wird, landet in diesem Krankenhaus. Es sind ca. 2000 Frauen jährlich. Viele von den
Frauen sterben dennoch ein paar Tage später an den Folgen der starken Verbrennungen. Und dennoch schafft Bernard Sabot
es mit seinem Team, diese Frauen zu versorgen und ihnen Fürsorge und Liebe zu schenken. Die Dankbarkeit ist groß. Und
die Volunteers geben etwas, das sie tausendfach zurückbekommen.
Welche Möglichkeiten habe ich zu helfen ?
Die freiwillige Mitarbeit als Volunteer unterstützt das Team vor Ort.
Es besteht großer Bedarf an materiellen Hilfsgütern einfachster Art, wie Verbandmaterial, Einmalhandschuhen oder
Desinfektionsmitteln aus Europa. Medikamente jedoch werden vor Ort oft günstiger als in Europa bezogen.
Finanzielle Zuwendungen, auch die geringste Spende, kommen zu hundert Prozent den Bedürftgen zugute. Medizinische
Versorgung, lebenswichtige Operationen oder einfache Reha-Maßnahmen können hierdurch finanziert
Nachtrag 2008:
Dr. Sabot verstarb nach längerer Krankheit in diesem Jahr. Seine Frau (ebenfalls Ärztin im Projekt Action Benares)
führt das gesamte Projekt in seinem Sinne mit Unterstützung ortsansässiger und externer Helfer weiter.
Spendenkonto:
Action Benares
Konto-Nr.: 0453120601
Dresdener Bank
BLZ.: 292 800 11
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Kontakt in Deutschland:
Angela Mecking
Swinemünder Str. 3
10435 Berlin
Tel.: 030-44312787
Molbil: 0179-6449526
Mail: info@actionbenares.de
Homepage: www.actionbenares.de
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